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Photoreading

Wer genauso informationssüchtig ist wie ich, weiß das es manchmal schwer ist das Wissen so schnell zu verarbeiten, wie man es bekommen hat. Im Zuge dessen habe ich vor einer gefühlten Ewigkeit das Photoreading für mich entdeckt. Der ein oder andere kennt es auch unter dem Namen SkipReading.

Photoreading ermöglicht es Bücher in wesentlich verkürzter Zeit zu verarbeiten. Ich spreche bewusst nicht vom Lesen, da das einfach nicht im klassischen Sinne der Fall ist. Allerdings hat es durchaus etwas mit erarbeiten zu tun. In meinem Fall bleiben sogar teilweise mehr Informationen in meinem Kopf haften, als beim klassischen Lesen... Ich kann allerdings nicht versprechen, dass das bei allen der Fall ist.

Für diejenigen, die das auch mal ausprobieren wollen nun eine kleine Anleitung:

Für diese Technik ist eine störungsfreie Umgebung notwendig. Auch wenn das in der Praxis unüblich ist: Handys kann man ausschalten. Fernseher und dergleichen auch. Ich nutze diese Technik mittlerweile auch in der Bibliothek, da mich ein gewisser Geräuschpegel nicht stört. Für die ersten Experimente ist Stille aber förderlich.

Du brauchst: Das Buch, dessen Inhalt dich interessiert, sowie Papier und Stift, Tisch und Stuhl, an dem Du vernünftig sitzen kannst und ausreichend Licht.

Wichtig ist: Setz Dich nicht unter Druck. So lustig es jetzt klingt, aber das Ergebnis ist ja eigentlich egal. Wenn es für Dich nicht funktioniert, ist es ja möglich das Buch 'normal' zu lesen. Sieh es als Spiel. Das ist wichtig, damit Du die passende innere Einstellung finden kannst. Wenn du nämlich schon vorab der Meinung bist, dass das nicht klappt, wirst Du recht behalten. Du kannst eine Entspannungstechnik anwenden um Dich auf Deine Arbeit vorzubereiten. Einige zählen vorwärts oder rückwärts oder Schafe... Mir persönlich liegt das nicht so, ich fange direkt an und frage mich, warum ich das Buch lesen will und was ich mir davon verspreche. Dann bin ich persönlich schon beim Thema. Probier aus, was Dir mehr liegt. Die Fragen musst Du Dir aber auf jedenfall stellen. Ich nenne das mal zielgerichtetes Lesen.

Fertig? Dann schnapp Dir das Buch und verschaffe Dir einen Eindruck vom Buch. Wer hat es geschrieben? Lies den Einband, eventuelle Bucheinschläge und das Inhaltsverzeichnis. Alles was Dir wichtig vorkommt schreibst Du Dir als Notiz auf. Wenn Du damit fertig bist, blättere das Buch einmal schnell durch und schau ob Dir einzelne Worte auffallen, weil sie z.B. oft vorkommen oder besonders geschrieben sind. Notiere sie auch.

Jetzt betrachte Deine Notizen und versuche den Inhalt des Buches in maximal drei Sätzen zusammenzufassen. Ja. Jetzt. Anschließend geht der eigentliche Prozess des Erarbeitens los.

Im Grunde nutzt Du jetzt die Tatsache aus, dass Dein Unterbewusstsein wesentlich mehr Informationen gleichzeitig verarbeiten kann als Dein Bewusstsein. Dein Kollege Unterbewusstsein braucht dabei aber ein wenig Hilfe von Dir. Das geht zum Beispiel so: Leg das Buch so vor Dir hin, dass Du es bequem lesen kannst. Stell Dir einen Punkt vor der weit hinter dem Buch liegt. Den fixierst Du. Angeblich ändert sich das Blickfeld so, dass Du in der Mitte dann eine schmale extra Seite wahr nimmst. Dazu kann ich nicht viel sagen, denn ich habe einen Sehfehler und kann das somit nicht sehen. Die Technik funktioniert bei mir trotzdem, also was solls *g*

Alternativ kannst Du Dir auch vorstellen, dass ein diagonales Kreuz über dem Buch liegt und versuchen die ganze Zeit über die Ecken im Blick zu behalten. Das klappt auch. Keine Angst, wenn Du dann nicht mehr so deutlich sehen kannst - das ist normal.

Mit dem Blick blätterst Du jetzt in möglichst gleichmäßiger Geschwindigkeit das Buch durch. Anschließend legst Du das Buch weg. Mach jetzt mindestens eine Stunde Pause. Mach irgendetwas anderes. Die Pause ist wichtig.

Nach der Pause frisch erholt zurück? Prima. Jetzt kommt der wichtigste Schritt. Wir wollen das Wissen aus dem Buch aktivieren. Wie jetzt? Wie geht das denn? Erstmal wieder entspannen. Nein, das Handy darf nicht mit. Aber wir dürfen uns jetzt Fragen zum Lesestoff stellen. Du kannst jetzt zum Beispiel die Seiten des Buches wieder überblättern und Deinen Blick über die Seitenmitte wandern lassen. Triffst Du auf Stellen, die Dich besonders anziehen, kannst Du sie auch genauer lesen. Lies den Text nicht ganz. Ich weiß, dass ist schwierig, wenn man einen Autor mit einem fesselnden Schreibstil erwischt hat...

Wenn Du mit dem Buch wieder durch bist nimm wieder Zettel und Stift und investiere ca. 10 Minuten um alles aufzuschreiben, was Dir zum Buch und Titel einfällt. Dazu kannst Du ein MindMap machen oder eine ABC Liste.

Wenn Du ein wenig mit dem Buch spielst und die Seiten noch einmal durchblätterst, wird Dir Dein Unterbewusstsein sagen welche Stellen für Dich wichtig sind. Streng Dich dabei nicht an.

 Im großen und ganzen war es das eigentlich. Das allerwichtigste ist einfach Unvoreingenommen an die Sache heran zu gehen und Spaß zu haben. Dann kommt der Rest von allein. Ein regelmäßiges Üben ist wohl für viele erforderlich. Bei mir hat es sofort geklappt. Ich denke eher, dass es im Kern eine Frage der inneren Haltung ist. Wer nicht die richtige innere Haltung hat, kann sich die Bedenken quasi wegüben...

Viel Spaß damit. Wenn Du eine Frage dazu hast, schreib mir einfach.

 In dem Sinne

Nyx Kardamon

17.5.13 22:31
 



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